Dienstag, April 25, 2006

Werbepause: Über Putzmittel

Spätestens beim Einpacken meines Haushalts in der letzten Woche ist mir endgültig aufgefallen, dass ich eine Putzmittelneurose habe. Wieviel Geld ich im Supermarkt bereits für verschiedene Putz-, Spül- und Scheuermittel ausgegeben habe, kann ich nicht mehr zusammenrechnen. Anhand der Menge der Flaschen, die die Laufpartnerin und ich letzte Woche in Kartons gepackt haben, muss ein hübsches Sümmchen über den Ladentisch (respektive die Scannerkasse) gegangen sein.



Ich gebe ja zu, dass es bislang nicht immer blitzeblank war in meiner Wohnung. Wofür also die Experimentierfreude? Einfache Lösung: Kalkablagerungen in der Badewanne. Ich habe die blöden Flecken beim besten Willen nicht wegbekommen. Und im Laufe dieses Dauerversuchs haben sich die verschiedenen Flaschen Domestos, Biff, Essigessenz und was der MiniMal sonst noch so hergibt angesammelt.



Doch die Suche hat ein Ende. Am Sonntag war der Installateur da, um die Reste seiner Arbeit wegzuräumen und brachte dafür die Mutter aller Putzmittel mit. Cillit Bang heißt das Wunderzeug. Schon die Flasche sieht so aus, als ob damit nicht zu spaßen sei. In Anbetracht der Wirkung kann ich nur sagen, dass man es sehr, sehr weit weg von Kindern aufbewahren sollte!



Die Kalkflecken in der nun nicht mehr von mir benutzen Badewanne haben sich ca. 3 Minuten gewehrt, dann waren sie weg. Bislang war Domestos in meiner -- durch in der Kindheit konsumierte Fernsehwerbung stark beeinflussten -- Vorstellung die Massenvernichtungswaffe unter den Putzmitteln. Doch das verhält sich zu dem heute probierten Cillit Bang wie eine leichte Mundspülung.



Mit so einem Bad wird die Übergabe der Wohnung am Donnerstag ein Kinderspiel.

5 Kommentare:

Hugo hat gesagt…

Moin Alex,
ich habe auch schon viel Werbung von Cillit Bang gesehen, konnte mir dessen Wirkung aber nicht so recht vortellen.
Das hier jetzt zu lesen finde ich auf der einen Seite schön, macht mich aber auf der anderen Seite nachdenklich.
Wird es Deine Badewanne denn am Donnerstag noch geben? Bei so einem Zaubermittel muss man wohl hoffen, dass die Farbe auf der Wanne bleibt und Du am Donnerstag nicht eine farblose Stahlwanne vorfindest.
Dafür alles Gute.

Anonym hat gesagt…

Ist Deine treue Seele Torsten eigentlich der Torsten, von dem ich glaube,dass er es ist? Falls ja, dann allerliebste Grüsse!

Anonym hat gesagt…

Seit längerem beargwöhne ich ja die Entwicklungen des Putzmittelmarkts hin zu reisserischen und zumeist englischsprachigen Namen wie Vanish Oxy Irgendwas und Aufmachungen, die aussehen als wären sie allesamt aus einem schlechten Cartoon der 60er Jahre entsprungen. Aus diesen Gründen habe ich mich bisher tunlichst von diesen Mitteln fern gehalten.

Leider hat man dem genannten deutschen Klassiker der Reinigungsmittel mit der gelebten Silbentrennung ja sowohl die letzten zwei Silben als auch, mit einer neuen - wahrscheinlich ökologischeren - Formel, seine zweiten Hauptkompetenz genommen: die Gestaltung von Kleidungsmitteln.

Hast Du mit Cillit Bang schon derartige (vielleicht unfreiwillige) Versuche unternommen?

Alexander hat gesagt…

Eckart: Diese Art Nebenwirkung habe ich noch nicht ausprobiert. Als nicht ausgemachter Fan von Rockabilly Musik hatte ich auch noch nicht das Verlangen danach -- seltsam eigentlich.

Auch den Haaren habe ich es noch nicht zugemutet. Das würde man wahrscheinlich eh nicht sehen. Oder ich bräuchte mir die Haare nach dem Experiment gar nicht mehr zu schneiden.

Hugo hat gesagt…

Ja Regine, ich bin es.
Liebe Grüße zurück.