Donnerstag, Mai 11, 2006

Verräterische Gadgets

Heute trägt mein Kollege seine neue Pulsuhr, die er gestern zu Testzwecken ausgeliehen hat. Es ist eine schöne Pulsuhr, die aktuelle Herzfrequenz ist deutlich lesbar, für nicht allzu kurzsichtige Menschen sogar aus einem guten Meter Entfernung. Weil er die neue Uhr so akribisch testet, trägt er auch den passenden Brustgurt bei der Arbeit.



Allerdings hat so eine Uhr auch Nachteile, weil sie den Mitmenschen doch eine Menge verrät: Ich stand eben in moderater Entfernung (ich bemühe mich, das Raumbedürfnis meiner Mitmenschen zu respektieren) von ihm entfernt und sah, dass sein Puls auf 65 stand. Einen Schritt auf ihn zu und plötzlich beginnt beim Kollegen das Herzrasen: 75. Ich lache, frage ihn, ob ich ihn nervös mache: 89. Habe das Experiment dann abgebrochen, da ich nicht schuld sein möchte, wenn der gute Mann trotz seiner gerade mal 35 Jahre am Herzkasper stirbt.



Wenn ich allerdings irgendwann mal Kaiser von Deutschland bin, werde ich dafür sorgen, dass alle Untertanen solche Pulsuhren tragen müssen. Ich will ja schließlich wissen, welchen Effekt ich auf andere Leute ausübe.

1 Kommentar:

Regine hat gesagt…

Soso, Alex, während der Arbeitszeit bloggen!? ;-}
Naja. Zwischen Serverneustarts habe ich hier wieder mal unendlich viel Zeit und kann deshalb dasselbe tun.
Wollte Dir nur schnell berichten, dass Du Uri Geller mäßig bei mir eine Fernwirkung ausgelöst hast, denn mein Puls stieg auf ca. 180, weil ich so herzlich lachen mußte, als ich mir die Situation und den Kollegen vorstellte.